Komm, lieber Mai
Komm,
lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün,
und laß mir an dem Bache die kleinen Veilchen blüh’n!
Wie möchte ich doch so gerne ein Veilchen wieder seh’n,
ach, lieber Mai, wie gerne einmal spazieren gehen!
Worte: Ch. A. Overbeck (1775)
Weise: W. A. Mozart (1791), KV 596
Diese Zeilen eines alten Volksliedes riefen auch eine kleine wanderfrohe
Gemeinschaft des NPD-Kreisverbandes Hof/Wunsiedel hinaus in die geliebte
Herrlichkeit unserer Heimat. An diesen Tagen kurz bevor der Wonnemond
Einzug hält, galt es uns erneut, die einsamen und unverdorbenen
Gefilde unseres Vaterlandes auf Schusters Rappen zu erkunden.
So zogen wir zunächst durch die dunklen Fichtenwälder hinauf
zur Hohen Matze. Auf dieser zerklüfteten Höhe begrüßte
uns der Frühling in seiner ganzen Pracht: in frischem Grün
stehende Bäume, leuchtende Blumen, klarer Himmel, wärmender
Sonnenschein und von allen Seiten das frohlockende Vogelgezwitscher.
Während die Kinder fröhlich auf den Findlingen umhertobten,
ließen auch die Älteren sich nicht lumpen und entrichteten
ihren Dank an die Natur. So erklangen schon bald über die Wipfel
des Fichtelgebirges hinweg die alten Weisen aus dem Liederschatz unseres
Volkes.
Frisch gestärkt führte uns der zugewucherte Höhenweg
über den Totenkopf und vorbei an dem Höhlenversteck des
Schmiedmatzengirgel. Nach wundervollen Stunden der Einsamkeit und
der lebensbejahenden Freude unserer Art stießen wir nun zu allem
Übel auf einen neu angelegten Nordic-Walking-Pfad der brd-Gesellschaft.
Den Tourismuserwartungen der komfortgeschädigten Großstädter
entsprechend ging es nun entlang eines planierten Weges. Eine kurze
Einkehr in der beschaulichen Lage einer lärmenden Schnellstraße
und in Gesellschaft diverser uns seltsam musternder Kraftfahrzeugausflügler
trug zum Entschluß bei, sich möglichst schnell wieder von
dieser abnormen Realität zu trennen und den Rückweg anzutreten.
So wendeten wir unsere Schritte weg von Autolärm und Gaffern
und tauchten erneut ein in die nicht systemgeschädigten und nicht
degenerierten Pfade fernab von dieser "unserer" verkommenen
modernen Gesellschaft.
Was am Ende dieses herrlichen Tages blieb, war ein weiteres Mal die
Gewißheit, daß diejenigen, die über die Heimat schwadronieren
und sie damit tot diskutieren, sie niemals wirklich erkennen und zu
lieben lernen werden. Diese emotionale und tiefgreifende Erfahrung
wird ausschließlich immer denjenigen vorbehalten bleiben, die
unser Land durchwandern und es bewußt erleben.