Die Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis Hof - ein Rückblick
Während sich das bundesweite NPD-Bundestagswahlergebnis 2009
im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 um 0,1 Prozent geringfügig
von 1,6 auf 1,5 Prozent (Zweitstimme) verschlechtert hat, konnte die
NPD ihr Ergebnis im Wahlkreis Hof um 0,2 Prozent von 2,3 auf 2,5 Prozent
(Erststimme) bzw. um 0,1 Prozent von 1,9 auf 2,0 Prozent leicht verbessern.
Es bleibt also zumindest in manchen Wahlkreisen ein kleiner Lichtblick,
der in unserer Region auf den engagierten Wahlkampf des NPD-Kreisverbandes
Hof/Wunsiedel zurückzuführen sein dürfte. Im Gegensatz
zur Landtagswahl 2008 war diesmal auch im Landkreis Hof unsere plakative
Sichtwerbung deutlich wahrnehmbarer.
Im Landkreis Wunsiedel, der NPD-Hochburg im Freistaat Bayern, gelang
es uns sogar, mit unserem Direktkandidaten Harald Bestehorn ein Erststimmenergebnis
von 3,16 Prozent einzufahren. In den Gemeinden Nagel (Erststimmen:
8,11 Prozent; Zweitstimmen: 6,96 Prozent) und Tröstau (Erststimmen:
5,47%; Zweitstimmen: 4,19%) stellten wir unter Beweis, daß die
NPD endgültig zum politischen Faktor im Fichtelgebirge geworden
ist, der nicht mehr wegzudenken ist. In Nagel lag unser NPD-Direktkandidat
sogar vor den Direktkandidaten von FDP und Bündnis 90/Die Grünen!
Etwas enttäuscht nahmen wir das Ergebnis in der Kreisstadt Wunsiedel
(Erststimmen: 4,05%; Zweitstimmen: 3,37 Prozent) zur Kenntnis. Dort
verzeichnete die NPD im Vergleich zur Bundestagswahl 2005 Stimmenverluste
in Höhe von 1 Prozent (Erststimme) bzw. 1,32 Prozent (Zweitstimme).
Wir werden in den nächsten Wochen zu analysieren haben, warum
es ausgerechnet in Wunsiedel zu diesen Stimmeneinbrüchen gekommen
ist. Ein möglicher Erklärungsansatz ist, daß das überdurchschnittliche
NPD-Ergebnis zur Bundestagswahl 2005 von rund 5 Prozent mit auf eine
NPD-Kundgebung zurückzuführen war, die damals am Busbahnhof
in Wunsiedel wenige Wochen vor der Wahl durchgeführt worden war.
Sicherlich dürfte ein Grund für das vergleichsweise schlechte
Abschneiden der NPD in Wunsiedel die fehlende öffentliche Präsenz
in der Kreisstadt in den letzten Jahren gewesen sein. Vielleicht fehlte
dieses Mal aber auch die ungewollte NPD-Werbung durch die Bürgerinitiative
"Wunsiedel ist bunt - nicht braun", die wie von uns prophezeit
nun endgültig im politischen Nirwana verschwunden zu sein scheint.
Der NPD-Kreisverband Hof/Wunsiedel setzte im Rahmen des Bundestagswahlkampfs
2009 in erster Linie auf Sichtwerbung. Auf eine flächendeckende
Flugblattverteilung, wie wir sie zur Landtagswahl 2008 durchgeführt
hatten, wurde diesmal aus Zeitgründen verzichtet. Statistische
Erhebungen unterschiedlicher Marktforschungsinstitute belegen überdies,
daß gedrucktes Werbematerial größtenteils ungelesen
im Papierkorb landet - dies gilt sowohl für kommerzielle als
auch parteipolitische Werbung. Möglicherweise wird man deshalb
in den nächsten Jahren eine neue Strategie entwickeln müssen,
die von Flugblattverteilungen im klassischen Sinne abweicht und diesen
Instrumente eines modernen Wahlkampfes (z.B. DVD-Verteilungen) entgegensetzt.
Auch die Plakatmotive sind angesichts der Höhe, in der die Plakate
angebracht sind, nur bedingt geeignet, um politische Botschaften in
die Öffentlichkeit zu transportieren. Viele der darauf abgedruckten
Wahlkampfsprüche waren für vorbeifahrende Autos nicht lesbar.
Die Alternative hierzu wäre darin zu sehen, die Plakate tiefer
zu hängen und daraufhin Gefahr zu laufen, daß diese binnen
weniger Stunden durch Linkskriminelle und Gutmenschen entfernt werden
würden. Vor allem in den Großen Kreisstädten Selb
und Marktredwitz nahm der Plakatdiebstahl in den letzten Wochen ohnehin
schon besonders starke Ausmaße an.
In den nächsten Monaten wird der NPD-Kreisverband Hof/Wunsiedel
ein Konzept erarbeiten, auf dessen Grundlage der Aufbau funktionierender
Parteistrukturen im Raum Hof zu erfolgen hat. Im Landkreis Wunsiedel
gilt es, die kommunalen Hochburgen zu stärken, vorhandene Schwachstellen
zunächst zu erkennen und sodann zu beseitigen. Insbesondere für
die Gemeinden, in denen für die NPD nur magere Ergebnisse von
unter 2 Prozent erzielt werden konnten, müssen neue Wege zur
Mobilisierung nationaldemokratischer Wähler gefunden werden.
Gleichzeitig sollte die NPD auch zwischen den Wahlen dafür sorgen,
daß sie für unsere deutschen Landsleute ständig wahrnehmbar
ist. Dies kann sowohl durch Informationsstände und Kundgebungen
auf öffentlichen Plätzen als auch mittels öffentlichen
Versammlungen in geschlossenen Räumen erfolgen. Um Letztere veranstalten
zu können, bedarf es jedoch zunächst geeigneter Räumlichkeiten.
Die wenigsten Gastwirte im Raum Wunsiedel sind angesichts der Medienhetze
bereit, der NPD für eine Parteiveranstaltung Einlaß zu
gewähren. Die Gaststättensituation hat sich für uns
in den letzten fünf Jahren leider permanent verschlechtert. An
dieser Stelle appellieren wir deshalb an alle couragierten Gastwirte,
für die Meinungsfreiheit nicht nur eine bloße Worthülse
ist: Setzen Sie sich mit der NPD in Verbindung, stellen Sie der NPD
Ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und Sie werden sehen,
daß sich die vielen Lügenmärchen, welche durch die
Medien über die NPD verbreitet werden, in Luft auflösen!
Als mittelfristiges Ziel ist der NPD-Antritt zu den Kommunalwahlen
2014 im Landkreis Wunsiedel in Angriff zu nehmen. Hierfür müssen
wir weiterhin nach Kandidaten und Unterstützern Ausschau halten
sowie die notwendigen finanziellen Reserven bilden. Die Bundestagswahl
2009 hat gezeigt, daß die NPD ohne einen kommunalen Unterbau
keinen Erfolg haben wird. Dort, wo seit Jahren NPD-Aktivisten für
die gesellschaftliche und politische Verankerung unserer Partei kämpfen,
konnten auch überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden.
Über dreitausend (in Zahlen: 3000) Menschen aus dem Wahlkreis
Hof gaben der NPD am vergangenen Sonntag ihre Stimme. Es ist längst
an der Zeit, daß dieser Teil der Bevölkerung endlich auch
in den Parlamenten repräsentiert wird!
In diesem Sinne danken wir all jenen Menschen, die am 27. September
2009 nicht zuhause geblieben sind, sondern der NPD ihre Stimme geschenkt
haben! Sie haben uns den Auftrag erteilt, weiterzumachen und nationaldemokratische
Politik in die Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte unserer Region
zu tragen. Es gibt für uns in den nächsten Jahren viel zu
tun, packen wir es also an!