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Leserbriefe

Leserbrief eines aufgewachten Bürgers aus Coburg (Neue Presse, 27. Mai 2009):

"
Versprechen sind Betrug"

Wir sind mittendrin - im Wahlkampf zur Europawahl und zu der anstehenden Bundestagswahl. Was uns da von unseren Volksvertretern wieder als "sicher" und "zuverlässig" vorgegaukelt wird ist nichts weiter als Betrug. Bedeutet doch das Wort: Anders reden und handeln als es dann gehalten werden kann.

Was wurde uns denn vor der letzten Wahl versprochen: Keine Mehrwertsteuererhöhung (SPD: "das ist mit uns nicht zu machen!"). Nach der Wahl - große Koalition beschließt die Erhöhung auf 19 Prozent. Die Renten sind sicher und nach der Wahl: Nullrunden waren angesagt und der Rentner wurde abgezockt durch Steuern und Abgaben zur Renten- und Krankenversicherung. Die Krankenkassenbeiträge werden sinken. Nach der Wahl: Dem Lohnsteuerkartenbesitzer wird die Steuerschraube schmerzlich angesetzt. Man quetscht diesen aus, bis der "Spaßfaktor" endgültig ins Minus rutscht.

Viele Wähler nehmen sich vor, ihre Stimme bei der nächsten Wahl nicht mehr abzugeben. Nun stehen wir wieder da wo uns die "Staatsdiener" haben wollen.

Mit Milliardenhilfe vom Staat werden die maroden Banken unterstützt um das Spargeld sicher zu machen.

Die Banken werden auf alle Fälle ihre Manager in den wohlverdienten Ruhestand entlassen und ihnen das "Ruhegeld" auf Lebzeit in Millionenhöhe zahlen. Diese Bande von Managern gehört eigentlich hinter Schloß und Riegel. Nun kommen noch die Autohersteller. Auch diese müssen vom Staat gestützt werden - wieder sind Milliarden im Gespräch. Um angeblich Arbeitsplätze zu sichern, wie man liest. Woher nehmen und nicht stehlen? Natürlich vom Steuerzahler, aber erst nach der Wahl. Vorher spricht man von: Der Staat muß sich nochmals höher verschulden, man spricht von fehlenden 119 Milliarden Steuergeldern. Nur, der Staat sind wir Bürger dieses Landes. Also, wer zahlt die Zeche, wenn nicht wir!

Diese Politik in Deutschland hat schon längst ausgedient und hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Planwirtschaft wie in der DDR ist angesagt. Somit haben wir wenigstens nicht nur unser "Allwissen aus dem Westen" nach Mitteldeutschland gebracht sondern auch die "DDR" scheint bei uns weiter zu leben.

Wir werden nicht mehr von gewählten Volksvertretern (ihr Eid: Nutzen des Volkes mehren und Schaden von ihm abwenden) verwaltet, sondern von einer Wirtschaftslobby gegängelt und die Politiker tanzen hier lustig mit bis zu ihrer Abwahl und dann "ab in den Süden" mit der "Altersversorgung", von der wir als zeitlebens arbeitende Arbeiter und Angestellte nur träumen können. Beamte des Staates ausgenommen, denn ihre Pension ist staatlich garantiert sicher.

Also deshalb meine Bitte zu den bevorstehenden Wahlen: Gehen Sie auf alle Fälle zur Wahl und geben Sie ihre Stimme ab. Nur Protestwähler und vor allem Wähler, die nicht die regierungshaschenden Parteien wählen, verändern nachhaltig unser Land und unsere Politiker.

Aus Protest zu Hause bleiben oder "es hat doch so und so keinen Sinn, die machen ja doch was sie wollen nach der Wahl", ist das Vogel-Strauß-Wahlverhalten. Kopf in den Sand stecken und auf bessere Zeiten warten. Gemeinsam sind wir stark! Protest- und Nichtwähler haben eine gemeinsame Stimme bei den Wahlen - nutzen wir die Gunst der Stunde!


Folgender Leserbrief wurde von der Frankenpost nicht veröffentlicht.

Akute Bedrohung der Meinungsfreiheit in der BRD
Zur Trennung des NDR von Eva Herman

Artikel 5 Absatz 1 Satz 1 unseres Grundgesetzes garantiert jedem Menschen das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Nachdem der NDR die Zusammenarbeit mit seiner Moderatorin Eva Herman aufgrund einer von dieser getätigten mißliebigen Meinungsäußerung beendet hat, stellt sich für mich die Frage, ob es in der BRD tatsächlich noch Meinungsfreiheit gibt. Schließlich handelt es sich beim NDR um eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, deren Anliegen unter anderem der Schutz der Grundrechte des Einzelnen sein sollte.

Auch der permanente Hinweis auf unsere historische Verantwortung ändert nichts an dieser Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Gerade jene Parteien - SPD und Grüne -, welche die Entscheidung des NDR begrüßten, sollten sich die Äußerungen Hermans einmal etwas gründlicher durch den Kopf gehen lassen und dabei ein angemessenes Maß an Selbstreflexion walten lassen. Eva Herman sagte, im Dritten Reich sei vieles schlecht, aber auch einiges sehr gut gewesen und nannte beispielhaft die Wertschätzung der Mutter. Offenkundig macht man Herman zum Vorwurf, daß sie nicht pauschal das gesamte Dritte Reich als schlecht bezeichnet hat, was im Umkehrschluß für die heutige Zeit sicherlich auch eine Trennung von sämtlichen Wertvorstellungen und Innovationen des Nationalsozialismus bedeuten müßte. So könnten doch beispielsweise die Sozialdemokraten demnächst einmal die Abschaffung des Kindergeldes oder zahlreicher Arbeitsschutzgesetze fordern - als Begründung hierfür dürfte die Tatsache genügen, daß diese Dinge in der Zeit des Dritten Reichs, an der ja alles schlecht war, eingeführt wurden. Natürlich könnten auch die Grünen zur Wahrung ihrer politischen Glaubwürdigkeit endlich für die Abschaffung all jener Recycling-Maßnahmen plädieren, die ihren Ursprung im Dritten Reich haben. All diese absurden Gedankengänge erschienen nämlich in Anbetracht der zustimmenden Haltung von SPD und Grünen zur Vorgehensweise des NDR gegenüber Frau Herman nur konsequent.

Langsam sollten auch der NDR-Programmdirektor sowie die Parteien SPD und Grüne begreifen, daß 62 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die deutsche Schuldneurose ein Ende haben muß und man endlich zur objektiven und nüchternen Auseinandersetzung mit der Zeit des Dritten Reiches übergehen sollte, wozu auch das Eingeständnis gehört, daß hieran nicht alles schlecht war. Andernfalls kann man wohl mit Fug und Recht von einer akuten Bedrohung der Meinungsfreiheit in der BRD sprechen.

(Der Name des Autors ist der Redaktion bekannt.)



Quelle: Neue Presse vom 12. März 2007

Folgender Leserbrief wurde von der Neuen Presse nicht veröffentlicht.

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
ich bitte um Veröffentlichung!
 
Zum Leserbrief "Etwas gegen Rechtsradikale tun"
(Neue Presse vom 12. März) habe ich zu bemerken:
 
Hätte man seitens der linken Gegendemonstranten der Rede Kai Limmers am 10. März auf dem Marienplatz in Kronach wirklich aufmerksam zugehört, so hätte man erfahren, daß es nicht etwa irgendwelche Nazis, sondern renommierte ausländische Militärexperten waren, die den deutschen Soldaten der beiden Weltkriege zu Recht als den besten und anständigsten bewerteten.
 
Aber die angeblichen Gutmenschen hatten ja sowieso nichts besseres zu tun, als anstatt Gesicht dem Redner das entblößte Hinterteil zu zeigen und obendrein in Sprechchören pietätlos die eigenen Großväter zu verleumden.
 
Und überhaupt, wer sich durch das Zeigen der roten Fahne mit Hammer und Sichel eindeutig zur kommunistischen Gewaltherrschaft, die weltweit mehr als 100 Millionen Menschen auf dem Gewissen hat, bekennt und deren Opfer somit verhöhnt, der sollte nicht mit dem Finger auf andere zeigen und sich wie ein Herr Clemens oder eine Frau Memmel von der Grünen Jugend heuchlerisch zum Moralapostel aufspielen. Das und nichts anderes ist "geschmacklos"!
 
Vielleicht empfindet man unter den grünen Gartenzwergen angesichts der unbestreitbaren Erfolge der NPD gerade bei der Jugend auch einfach nur Neid und Mißgunst, da sich für die eigenen politischen Inhalte kein normaler Jugendlicher von heute mehr ernsthaft interessiert. Man hat am vergangenen Samstag in Kronach ja gesehen, welcher Klientel sich Grün mittlerweile bedienen muß, wenn man sich die Chaoten der Gegendemonstration nur einmal näher betrachtete.
 
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Hühnlein

 

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